DWI wird erstes Aachener Leibniz-Institut

12.07.2013

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Nach der Empfehlung des Wissenschaftsrats steht die Aufnahme des An-Instituts der RWTH Aachen in die Leibniz-Gemeinschaft ab 2014 fest

 

Das DWI an der RWTH Aachen (ehemals Deutsches Wollforschungsinstitut) wird zum 1. Januar des kommenden Jahres in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen und ist dann das erste Aachener Leibniz-Institut. Dies steht nach einer Empfehlung des Wissenschaftsrats seit dem 12. Juli 2013 fest. Somit ist ab 2014 neben der Fraunhofer-Gesellschaft mit ihren drei Aachener Instituten eine weitere große deutsche Wissenschaftsorganisation an der RWTH vertreten.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Aachener Instituts haben sich die Entwicklung interaktiver Materialien auf die Fahne geschrieben. Sie konnten bereits bei einer umfassenden Evaluierung durch den Wissenschaftsrat Anfang des Jahres mit ihrem interdisziplinären Forschungsansatz überzeugen. Angesichts der aktuellen Entwicklung kommentiert NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze: „Nordrhein-Westfalen ist mit rund 6.800 werkstoffverarbeitenden und -herstellenden Unternehmen wirtschaftlich eine der stärksten Werkstoff- und Materialforschungsregionen in Deutschland. Die Aufnahme des national und international renommierten DWI in die Leibniz-Gemeinschaft wird für diese Branche weitere wichtige Impulse in Forschung und Entwicklung liefern. Dabei freut mich, dass auch die Studierenden in Aachen sowie die Forscherinnen und Forscher der Region von dem akademischen Ritterschlag für das Aachener Institut durch eine enge Verbindung von Forschung und Lehre profitieren.“

Die Leibniz-Gemeinschaft umfasst derzeit 86 Forschungseinrichtungen, die sich der erkenntnis- und anwendungsorientierten Grundlagenforschung widmen. Mit einem Gesamtetat von 1,4 Milliarden Euro werden diese Institute gemeinsam durch Bund und Länder gefördert. RWTH-Prof. Dr. Martin Möller, wissenschaftlicher Leiter des DWI, zeigt sich begeistert über die Aufnahme seines Instituts und weiß um die besondere Bedeutung für den Standort Aachen: „Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene gibt es eine zunehmende und gewünschte Vernetzung der Wissenschaftssysteme. Die Einrichtung eines ersten Leibniz-Instituts in Aachen ist daher ein wichtiger Schritt für den Wettbewerb mit anderen deutschen und internationalen Forschungsstandorten.“

Der Bewerbung um die Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft war eine Neuaufstellung und Vergrößerung des Instituts voran gegangen. Derzeit bündelt am DWI ein Team aus fünf Professoren und einer Professorin seine Expertisen in den Bereichen Makromolekulare Chemie, Nanomaterialien, Membran- und Biotechnologie, sowie Proteinengineering. „Bei der Entwicklung interaktiver Materialien versuchen wir die Komplexität und Funktionalität natürlicher Systeme auf die Materialentwicklung zu übertragen“, erklärt Möller. Die rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts arbeiten an der Entwicklung schaltbarer und adaptiver Fasern, Filme und Membranen sowie einer nachhaltigen Technologie für die Erzeugung und Nutzung solcher Systeme. In der Anwendung richten sich die Vorhaben auf technische Textilien, Medizinprodukte wie Implantate und die Wirkstoffapplikation, aber auch auf neuartige Hochleistungsmaterialien.

 

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